Monatsgedanke Juni 2025:Die Herznote von Pfingsten

„Alle wurden mit dem Heiligen Geist erfüllt und begannen, in fremden Sprachen zu reden, wie es der Geist ihnen eingab.“, so können wir in der Apostelgeschichte über das Pfingstereignis lesen. Im Anschluss an dieses Ereignis verkünden die Jünger Jesu Gottes große Taten allen Menschen, die ihnen über den Weg laufen, jedem in seiner Muttersprache.
Gottes Geist beschenkt mit einer Art Superkraft, sodass die Jünger in anderen Sprachen sprechen können. Sie verkünden das Evangelium, was es heißt, die Freiheit der Kinder Gottes zu besitzen, allen Menschen.
Das ist die Herznote von Pfingsten: Mit Menschen in Kontakt treten, die eine andere Sprache sprechen als man selbst. Und damit muss nicht die Landessprache gemeint sein. Eine andere Sprache zu sprechen bedeutet auch, anders aufgewachsen oder in einem anderen Wertesystem verankert zu sein. Spirituell suchend zu sein. Oder Gott vergessen zu haben.
Die Aufgabe an uns als Getaufte, die wir in der Firmung mit den Gaben des Heiligen Geistes ausgestattet wurden, ist, die Botschaft des liebenden Gottes in die Sprache zu übersetzen, die die Menschen verstehen können, mit denen wir in unserem Alltag zu tun haben. Damit wir die Erlebnisse und Erfahrungen der Menschen, die uns Gott über den Weg laufen lässt, durch das Evangelium deuten.
Pastoralreferentin Anna-Lisa Jakoby
